03.02.2012

Stiftungssektor stabil auf Wachstumskurs

817 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind im Jahr 2011 neu errichtet worden, das teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen auf seiner Jahrespressekonferenz am 2. Februar in Berlin mit. Der Bestand der Stiftungen erreicht mit 18.946 Stiftungen ein historisches Hoch. „Die erneut hohe Zahl an Neugründungen hat mich überrascht. Ungeachtet der Sorgen um den Euro und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, zeigen sich Stifter in Gründerlaune“, so Dr. Wilhelm Krull, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

Die meisten Stiftungsneugründungen in absoluten Zahlen entfallen auf die Flächenländer Nordrhein-Westfalen (167), Baden-Württemberg (146) und Bayern (141); die wenigsten Errichtungen gab es in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 6) und in Bremen (5). Die Zahl der Gründungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl ergibt ein abweichendes Bild: Danach rangiert Hamburg mit einer Errichtungsdichte von 1,68 Stiftungen pro 100.000 deutlich über dem Bundesdurchschnitt auf Platz 1. Den letzten Platz belegt Thüringen mit einer Errichtungsdichte von 0,27.

In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt veranstaltet der Bundesverband Deutscher Stiftungen vom 20.-22. Juni 2012 den Deutschen StiftungsTag, um den Stiftungsgedanken im Osten weiter zu popularisieren. Denn auf die fünf ostdeutschen Flächenländer entfallen nur 7,5 Prozent aller Neugründungen des vergangenen Jahres. Sachsen führt das ostdeutsche Ranking mit 23 vergebenen Anerkennungsurkunden an. Das stiftungskritische DDR-Regime hat auch im Bestand der ostdeutschen Stiftungen weitreichende Spuren hinterlassen: Lediglich 6,5 Prozent aller bundesdeutschen Stiftungen sind zwischen Stralsund und Plauen angesiedelt.

www.stiftungen.org

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