02.01.2011
Der Dritte Sektor in der Schweiz
Der vorliegende Sammelband ist Teil des „John Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project“, das die Sektoren der Non-Profit-Organisationen verschiedener Länder vergleichend einander gegenüberstellt und damit als Referenzquelle für statistische Daten und Hintergrundinformationen für den Non-Profit-Bereich gilt.
Die Ergebnisse der Schweizer Länderstudie schließen die Wissenslücke über die Bedeutung des Dritten Sektors in der Schweiz. Neben der Größe und Geschichte wurden auch die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung, relevante Rechtsvorschriften sowie aktuelle politische Rahmenbedingungen erfasst. Aus der Untersuchung geht hervor, dass der Dritte Sektor ein wesentlicher Bestandteil der schweizerischen Wirtschaft ist und mit rund 4,7 Pozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Überraschend sind die Unterschiede in den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz. Während in der Deutschschweiz nur etwa 1,9 Prozent aller Erwerbstätigen im Vereinssektor im kulturellen Bereich angestellt sind, sind es in der Westschweiz circa 24,8 Prozent. Auch beim Engagement der Ehrenamtlichen und Freiwilligen zeigen sich signifikante Unterschiede: Deutschschweiz 29 Prozent, französische Schweiz 16.9 Prozent. Ein Grund für die regionalen Besonderheiten könnte in den kulturellen Unterschieden der Landesteile liegen.
Der Sammelband enthält zudem zehn Thesen zur Entwicklung der Organisationen im Non-Profit-Bereich der Schweiz.
Eine umfassende, wissenschaftliche Informationsquelle, die den gesellschaftlichen Beitrag von Non-Profit-Organisationen verdeutlicht.
Bernd Helmig, Hans Lichtsteiner, Markus Gmür (Hrsg.): Der Dritte Sektor in der Schweiz. Länderstudie zum John Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project. Haupt Verlag. 2010. 254 Seiten. ISBN: 9783258075716. 37,90 €.



















