13.07.2011
Was mehr wird, wenn wir teilen
„Wetten, dass Sie beim An blick von Kastanien fortan an die Allmende denken?“ So behauptet es Silke Helfrich, Expertin auf dem Gebiet Gemeingüter in Deutschland, die im Vorwort die Geschichte der Entstehung des Buches erzählt. „Allmende“ ist das alte Wort für Gemeingüter. Und in „Was mehr wird, wenn wir teilen“ stehen die Regeln für die Nutzung der globalen Gemeinressourcen und die Schwierigkeiten bei der Kontrolle deren Einhaltung im Zentrum.
Das kompakte Buch erklärt, wie es gelingen kann, mit gemeinschaftlich genutzten Ressourcen so umzugehen, dass die Bedürfnisse der Menschen langfristig befriedigt werden. Elinor Ostrom, Professorin für Politikwissenschaften an der Indiana University in Bloomington (USA) und erste weibliche Trägerin des Wirtschaftsnobelpreises geht am Beispiel der Wälder und Meere der Frage nach, wie zu handeln ist, um die Gemeingüter der Welt zu erhalten. Am Ende steht der beschwerliche Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise. Dabei stellt Ostrom fest, dass es kein Patentrezept gibt. Es ist entscheidend, dass jeder Einzelne an der Gestaltung seines Umfeldes teilhat und Verantwortung übernehmen muss. Denn nur so kann es gelingen, dass die frei zugänglichen und verfügbaren Ressourcen auch von den nachwachsenden Generationen genutzt werden können.
Ein umfangreiches Glossar ergänzt die Ausführungen der Autorin und liefert Hintergrundinformationen zu angesprochenen Phänomenen und Problemen.
Anka Sommer
Elinor Ostrom: Was mehr wird, wenn wir teilen. Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter. Oekom Verlag. 2011. 126 Seiten. ISBN: 9783865812513. 14,95 €.



















