24.11.2010
„Der Schlüssel zu allem ist Geduld.“
Beate Haverkamp, Ausgabe 6/2010
Beate Haverkamp gründete 2006 gemeinsam mit Wiebke Doktor die Agentur fundamente in Duisburg. Die studierte Sozialarbeiterin arbeitet 15 Jahre in ihrem erlernten Beruf, und das sehr gerne. Sie leitete verschiedene Einrichtungen und setzte die Schwerpunkte ihrer Arbeit in Neukonzipierungen und Teamentwicklung.
Im Jahr 2001/2002 begann Haverkamp eine Ausbildung zur Fundraising-Managerin. Ihre Motivation für die Neuorientierung lag in dem Wunsch, eine Beratungsstelle für Frauen aufzubauen. Sie schaffte es, diese Einrichtung über Spenden zu finanzieren. Nach drei Jahren als Fundraiserin bei der Diakonie in Duisburg machte sie sich selbstständig. Mit der Gründung der Agentur fundamente erweiterten sich ihre Aktivitäten und Beratungsfelder für das Fundraising. Die Welt neu erfinden und mit dem guten Alten zu verbinden ist ein wichtiger Motor. Menschen bei Veränderungen zu begleiten und Herausforderungen so anzugehen, dass sie gemeistert werden können, ist ihr sehr wichtig.
Beate Haverkamp ist eine Gründernatur, bereit zu neuen Ufern aufzubrechen. Immer mit dem Blick auf die Menschen um sie herum.
Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Verändere die Welt – sie hat es nötig. (B. Brecht)
Was wollten Sie als Kind werden?
Archäologin.
Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
Regen.
Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Ausstieg aus der Atomkraft.
Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Jedem der Bewegung in die Welt bringt und damit Gutes bewirkt. Weil Trägheit und Eingefahrenheit viel zuverbreitet sind.
Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
Auf Gozo (die kleine Insel neben Malta).
Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Mit einem Weltenbummler.
Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Der Schlüssel zu allem ist Geduld – wer ein Küken haben will, muss das Ei brüten und nicht aufschlagen.
Ihre Helden in der Geschichte?
Robin Hood.
Ihre Helden in der Gegenwart?
Der chinesische Regimekritiker Liu Xiaobo.
Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Nur wirkliche Bioprodukte in den Supermärkten.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
In den letzten Jahren gibt es da nichts zu bewundern.
Worüber können Sie lachen?
Ich kann über fast alles lachen – nur nicht über Mario Barth.
Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Wenn Lassie ungerecht behandelt wird (Fury und Flipper dto.).
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fehler sind prima – es zeigt, dass jemand handelt.
Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
„Durch ihren Einsatz haben viele soziale und kulturelle Projekte bis heute viel erreicht.“



















