01.06.2008
„Fantasievoll Kinder und Jugend fördern.“
Eske Nannen, Sommer/2008
Die heutige Geschäftsführerin der Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo wurde 1942 in eine Emder Fabrikantenfamilie geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der ganzen Welt als Reiseleiterin, Vorstandssekretärin oder in der Zahlmeisterei einer schwimmenden Universität.
Gemeinsam mit Henri Nannen wurde 1986 die Kunsthalle in Emden Realität. Eske Nannen leitet als Geschäftsführerin den Museums-Shop und den Kreativ-Service der Malschule. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen verlieh Eske Nannen im Jahr 2000 den renommierten Stifterpreis. Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus der Kunsthalle in Emden am 2. Oktober 2000 begann für die Kunsthalle eine neue Zeitrechnung. Die Realisierung dieses 17-Millionen-DM-Projektes wäre ohne Eske Nannen undenkbar gewesen. Ein vierter Bauabschnitt mit einem Kostenvolumen von ca. 6,5 Millionen Euro soll den „Altbau“ klimatechnisch nachrüsten, den Skulpturenhof überdachen und mit einem großen Foyer auch der erweiterten Kunsthalle ein neues Gesicht geben. Im April erhielt Eske Nannen den Deutschen Fundraising Preis 2008.
www.kunsthalle-emden.de
Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Was wollten Sie als Kind werden?
Taufpatin eines Schiffes.
Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
Gewinnwarnung.
Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Förderung der Fantasie und Kreativität von Kindern und Jugendlichen.
Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Allen Menschen, die sich uneigennützig und ehrenamtlich für die Allgemeinheit engagieren, beispielsweise unseren Vorständen, die seit vielen Jahren stets für die Kunsthalle da sind.
Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
In Berlin.
Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Angela Merkel.
Ihre Helden in der Geschichte?
Mahatma Gandhi.
Ihre Helden in der Gegenwart?
Helfer und Pfleger, die Menschen in Krankenhäusern, Hospizen und besonders auch zu Hause in der Familie betreuen.
Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Ich wünsche mir, dass die Förderung der Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft Priorität erhält.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Die Agenda 2010 in ihrer ursprünglich vorgesehenen Dimension.
Worüber können Sie lachen?
Sehr unterschiedlich, zuletzt über die Lesung von Dieter Hildebrandt aus seiner Biografie.
Wo hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Wenn er auf Kosten von Schwächeren geht.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Solche, die wirklich in bester Absicht entstehen.
Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Dass ich dazu beigetragen habe, dass Kultur selbstverständlicher Bestandteil des Lebens aller Kinder und Jugendlichen geworden ist.



















