28.09.2011

„Ich versuche das zu tun, was mich und andere glücklich macht.“

Sascha Stolzenburg, Ausgabe 5/2011

Der Diplom-Kommunikationswirt und CSR-Manager (FA) Sascha Stolzenburg ist seit acht Jahren im Bereich Marketing und Fundraising tätig. Nach mehreren Stationen in verschiedenen Organisationen arbeitet er seit 2005 bei der Johanniter-Unfall-Hilfe und leitet dort seit 2008 den Bereich Unternehmenskooperation in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Zudem ist der 35-Jährige Lehrbeauftragter für Fundraising an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Referent bei zahlreichen Fachveranstaltungen so wie als Autor mehrerer Publikationen im Bereich Corporate Social Responsibility und Fundraising. Sascha Stolzenburg ist als leidenschaftlicher Fotograf für die Johanniter-Unfall-Hilfe und verschiedene andere Non-Profit-Organisationen aktiv.

www.johanniter-helfen.de


Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Ich habe kein explizites Motto. Ich versuche das zu tun, was mich und andere glücklich macht.

Was wollten Sie als Kind werden?
Koch. Meine Eltern hatten zwei Restaurants.

Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
Goldblase.

Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Den Atomausstieg.

Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Irmela Mensah-Schramm. Die Berliner Heilpädagogin entfernt seit über 20 Jahren ehrenamtlich Nazi-Symbole mit Schwamm, Spachtel und Farbe. Ein Orden für Zivilcourage und Durchhaltevermögen.

Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
Ich habe einen Zweitwohnsitz – meinen Schrebergarten in Berlin.

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Mit einem Alpaka-Farmer in Patagonien.

Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Fundraising ist für mich eine Frage von Begegnung. Unabhängig von Tools und Maßnahmen, ob bei Unternehmen oder Privatspendern – Augenhöhe und die Bereitschaft zur Begegnung machen für mich den Unterschied.

Ihre Helden in der Geschichte?
Salvador Allende, Nelson Mandela.

Ihre Helden in der Gegenwart?
Ai Weiwei, Barack Obama.

Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Die höhere Besteuerung von Spitzenverdienern.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
„Bewundern“ ist ein großer Begriff, aber ich denke, Frau von der Leyen hat durch die Einführung von Elterngeld und die Schaffung von mehr Krippenplätzen dazu beigetragen, dass junge Familien flexibler in ihrer beruflichen Planung sind und das traditionelle Familienbild ein wenig in Frage gestellt wurde. Viele Familien in meinem Umfeld haben davon profitiert.

Worüber können Sie lachen?
Über meine Kinder.

Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Bei Fremdenfeindlichkeit.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Die trotz guter Absicht passiert sind.

Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Können Sie die Frage noch einmal wiederholen? Ich glaube, ich habe Sie nicht richtig verstanden.

Die komplette Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

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