Guerilla-Marketing-Label Epic-Escape sorgt für Wirbel

Darum geht‘s: Fashion Week, Spenden, Flüchtlinge, Aktion

Die neue Modemarke Epic Escape sorgt mit seinem "Destroyed-Look" bei der gerade angelaufenen Berliner Fashion-Week für Wirbel. Denn hinter dem Label versteckt sich kein Designer sondern die Spendenplattform betterplace.org und viele Unterstützer. Die Models sind auch nicht echt, sondern Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchteten.

Parallel zur Berliner Fashion Week launcht Deutschlands größte Online-Spendenplattform betterplace.org zusammen mit der Werbeagentur FCB Hamburg das Fake-Modelabel „Epic Escape”. Mit Plakatmotiven, Social Media sowie Influencer- und Guerillamarketing wird die vermeintlich neue Marke beworben. Konsumenten werden auf die Website www.menschlichkeit.de geleitet, auf der die Kampagne mit dem Claim „#Menschlichkeit steht Dir am besten” aufgelöst wird.

Unechtes Label, echte Menschen

Für die Kampagne hat der Hamburger Fotograf Philipp Rathmer sechs syrische Flüchtlinge im angesagten Destroyed-Fashion-Look portraitiert. Auf der Kampagnenwebsite erzählen sie die bewegenden Geschichten von ihrer eigenen Flucht. „Diese Geschichten, gehören in Kriegsregionen wie Syrien zum Alltag. Hier sterben täglich Menschen, und wer kann, flieht vor der Zerstörung. Mit diesen persönlichen Portraits möchten wir möglichst viele Menschen für das Thema Flüchtlingshilfe sensibilisieren." so Elisabeth Kippenberg, Leitung Marketing & PR bei betterplace. User können für eins von über 500 Flüchtlingsprojekten auf Betterplace spenden oder ein Sweatshirt mit dem Slogan „#Menschlichkeit steht Dir am besten“ kaufen, um selbst ein Statement zu setzen.

Flüchtlingsprojekte sollen profitieren

Sämtliche Spenden, die über die Kampagne www.menschlichkeit.de und den Verkauf der Sweatshirts generiert werden, gehen an mehr als 500 soziale Projekte auf der Online-Spendenplattform www.zusammen-fuer-fluechtlinge.de, die von betterplace betrieben und vom Bundesministerium des Inneren gefördert wird. Bei den über die Website erhältlichen Produkten ist nach Abzug der Herstellungs-, Distributions- und Verwaltungskostenetwa ein Spendenanteil von etwa fünf Euro enthalten. Genutzt wird dafür ein kostenloser Fundraising-Shop von Spreadshirt.

Die Initiatoren FCB Hamburg und Betterplace.org hoffen auf große Resonanz für ihre Interpretation des "Used and Destroyed Looks" im Umfeld der Fashion Week. Erste prominente Unterstützung findet die Kampagne bereits durch die Modedesignerin Sibilla Pavenstedt, die Schauspielerin Jana Pallaske, den Comedian Dave Davis, TV-Koch Steffen Henssler sowie die Fanta 4.

Text: MD/PR

Foto: Philipp Rathmer, Betterplace

Making-Off-Video der Kampagne

Zurück

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Bargeld-Brief statt Überweisung: Unser erfolgreichstes Mailing

Mailing mit Bargeld-Spende der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart

Inspiriert durch ein Mailing der Roten Nasen entwickelte die Evangelische Gesellschaft Stuttgart eine Spendenbitte mit der Möglichkeit, Bargeld einzuschicken. Der Erfolg dieser Idee ist beispielhaft, aber es kommt dabei auf mehr an als eine niedrige Spendenbitte und einen einleuchtenden Spendenzweck. Und: Bargeld-Spenden sind aufwändiger, als man zunächst denkt.

[...]

Mit „Gutem Beispiel“ voran: Neue Bewerbungsrunde läuft

Wettbewerb "Gutes Beispiel" vom Bayerischen Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk sucht wieder Ideen für eine bessere Gesellschaft. Ab dem 22. Januar können Bewerber aus Bayern ihre Projekte und Aktionen, die sich um eine lebenswertere Zukunft bemühen, einreichen. Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro.

[...]

Aus dem Dornröschenschlaf – Fundraising im Museum

Schausammlung im Landesmuseum Württemberg

Fundraising ist im Kulturbereich bislang weniger etabliert als in den Bereichen Umwelt oder Soziales. Doch es gibt auch Ausnahmen wie das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Dort hat die Direktorin Cornelia Ewigleben bereits vor mehr als zehn Jahren auf umfangreiches Fundraising gesetzt. Mit Erfolg, wie man heute sehen kann.

[...]

Von wegen Unkraut: Crowdfunding für Senegals Schilfgras

Kaito investiert in Senegals Schilf

Es wuchert wie Unkraut, gefährdet Senegals Wasserwege und mindert die Qualität des Trinkwassers: Das Schilfgras Typha bildet innerhalb kurzer Zeit enorme Biomasse. Um diese wirtschaftlich zu nutzen, hat das deutsche Unternehmen Kaito in das vielfältig einsetzbare Material investiert – und dafür per Crowdfunding 200 Unterstützer mobilisiert. Wie konnte das gelingen?

[...]

Sinnvoll schenken für den guten Zweck

Wie schön: Die Weihnachtszeit ist da! Genau die richtige Zeit, um beim Geschenkekauf nicht nur an den Beschenkten, sondern auch an andere Menschen zu denken, die Hilfe brauchen. Wie wäre es also mit einem Präsent mit echtem sozialen oder kulturellen Mehrwert? Die Fundraiser-Redaktion hat mal ein paar sinnvolle Geschenketipps zusammengestellt.

[...]

Postcode Lotterie vergibt noch Fördergelder

Postcode Lotterie vergibt bis zu 20.000 Euro an Fördergeldern

Aufgepasst, bis zu 20.000 Euro an Fördergeldern zu vergeben! Bis Ende September nimmt die Deutsche Postcode Lotterie aus Düsseldorf noch Anträge für die Förderung von gemeinnützigen Projekten aus den Bereichen sozialer Zusammenhalt, Chancengleichheit und Natur- und Umweltschutz entgegen. Jetzt bewerben!

[...]

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...