Wirbel um Großspende an Klitschko Stiftung

Darum geht‘s: Großspende, Presse, Klitschko Foundation, Maecenata-Stiftung

Eine Großspende von 253.000 Euro an die Klitschko Foundation in Kiew, hat mittlerweile nicht nur den Vorstandsvorsitzenden eine Energiedienstleisters zu Fall, sondern auch die Maecenata-Stiftung in die Schlagzeilen gebracht. Für die Klitschko Foundation ist die Berichterstattung über die Spende einfach nur beschämend.

Die Spendenzusage lag schon lange zurück. Auf einer Spendengala im März 2016 in Kiew zu Gunsten der Klitschko-Foundation gab der damalige Vorstandsvorsitzende der EWE AG Matthias Brückmann eine folgenschwere Zusage. 253.000 Euro sollte die Stiftung erhalten. Großzügig rundete Chef des Unternehmens mit 9.000 Mitarbeitern damit den Erlös des Abends auf drei Millionen Euro auf.

Maecenata-Programm im Focus

Doch er hatte die Spende nicht mit seinem Aufsichtsrat abgesprochen, was unter anderem Ende Februar auch zu seiner Entlassung führte. Dabei hatte das Geld die Stiftung noch gar nicht erreicht. Das Geld lag wegen der unübersichtlichen Situation in der Ukraine noch auf dem Konto der Maecenata-Stiftung in München, die als Treuhänder mit seinem Programm "Transnational Giving" die grenzüberschreitende Überweisung in verschiedenen Länder und die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel im Ausland sicherstellt.

Ein Satz von Christian Schreier, Geschäftsführer der Maecenata Stiftung gegenüber dem Weser Kurier, "Spenden müssen auf Freiwilligkeit basieren“, führt dann zu wilden Interpretationen, die Klitschkos hätten für die Spende der EWE AG Gegenleistungen versprochen und die Spende wäre gar keine. Der Satz bezog sich nach Auskunft der Maecenata Stiftung aber auf die im Raum stehende öffentliche Diskussion, ob die Spende womöglich nicht nach den zum Spendenzeitpunkt gültigen internen Verfahrensregeln der EWE AG erfolgt sein könnte. Deutlich verwahrte sich die Stiftung Maecenata da dieser Satz in Zusammenhang mit Ihrem Kunden, der Klitschko Foundation stehen würde. Das Brückmann vor seiner Entlassung angeboten hatte, die Spende aus eigener Tasche zu übernehmen, fiel ebenfalls völlig unter den Tisch.

Klitschko-Stiftung beschämt

Auch die Klitschko-Stiftung fühlte sich nun bemüßigt Stellung zu nehmen. Bernd Bönte, Geschäftsführer der Klitschko Management Group stellte klar: "Vitali und Wladimir Klitschko unterstützen mit ihrer Stiftung Kinder und Jugendliche, um ihnen einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen. Über eine halbe Million Kinder und Jugendliche haben davon in den letzten 13 Jahren profitiert. Dass auf Kosten des Rufes der KLITSCHKO Foundation und der Brüder Klitschko nun versucht wird, eine freiwillige und bedingungslose Spende in ein anderes Licht zu rücken, ist einfach nur peinlich und beschämend." Er bestätigte beim Spendenangebot des EX-EWE-Chefs dabei gewesen zu sein. "Ich stand neben Wladimir Klitschko und habe das großzügige Angebot Herrn Brückmanns ebenfalls deutlich vernommen. An diese Spende waren zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedingungen geknüpft. Herr Brückmann hat diese Spende freiwillig und bedingungslos getätigt. Es macht mich traurig, dass wir mit unserer Stiftung Gutes tun wollen und nun aufgrund Fehler anderer die Seriosität hinterfragt wird." 

Keine Spendenrückgabe ohne Einverständnis der Stiftung

Sicher stehen gerade Promi-Stiftungen im Ruf für Geld den prominenten Auftritt gleich mitzuliefern. Ein Beweis für diese Vermutung wurde bisher aber nicht erbracht. Die Maecenata-Stiftung stellte nun auch klar, dass der EWE AG im Sinne des transparenten Umgangs mit den Spendengeldern angezeigt wurde, dass ihre Spende noch nicht an die Klitschko Foundation ausgezahlt ist. Das würde aber nicht bedeuten, das der Firma das Geld einfach zurückgezahlt wird. Dafür wäre immer noch das Einverständnis des Spendenempfängers, also der Klitschko-Foundation notwendig.

Klitschko Foundation

Text: MD/PR

Fotos: Klitschko-Stiftung

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